EINLEITUNG
Die Entrepreneurship Education steht vor der Herausforderung, geeignete Werkzeuge, Formate, Inhalte und Lehrmethoden – speziell für die Kultur- und Kreativwirtschaft – einzusetzen. Welche Wirkung durch Lehrmethoden in der Entrepreneurship Education auf Studierende zu erwarten sind, ist dabei unzureichend erforscht. Dabei verfolgt die Promotion durch ein exploratives und qualitatives Forschungsdesign das Ziel, die Wirkung und die Zusammenhänge von Lehrmethoden auf die Denk- und Verhaltensweisen der Studierenden zu untersuchen.
FORSCHUNGSFRAGE
Wie beeinflussen unterschiedliche Lehrmethoden in der Entrepreneurship Education die Selbstwirksamkeit von Studierenden in Kultur- und Kreativ-Studiengängen?
METHODIK
Mixed Methods – Die Forschung gründet auf einer systematischen Literaturanalyse der Entrepreneurship Education und wird mit qualitativen Daten aus Interviews angereichert. Das daraus resultierende Lehrkonzept wird mittels eines Feldexperimentes geprüft und mit einer quantitativen Erhebung evaluiert.
ERGEBNISSE
Unsere derzeitigen Ergebnisse zeigen, dass ein dringender Nachholbedarf an Hochschulen im Umgang mit Neuen Lehrmethoden und KI besteht. Es mangelt an einer Wissensvermittlung zum richtigen Umgang mit neuen Technologien. Durch aktives Lernen mit digitalen Tools vermuten wir das Studierende lernen auf unternehmerische Weise zu arbeiten, dabei in den Zustand des tatsächlichen Gründungsprozesses versetzt werden und sich dies positiv auf die Gründungsabsicht auswirkt.
DISKUSSION
Neue Lehrmethoden und KI scheinen eine Unternehmensgründung zu erleichtern, da Zeit, Kosten und Ressourcen gespart werden können. Trotzdem kann z.B. die Nutzung von ChatGPT, DALL-E oder Midjourney dazu führen, dass Ergebnisse oder Prognosen falsch gedeutet werden. Neue Lehrkonzepte bringen die Aufgabe mit sich, eine sorgfältige Nutzung zu vermitteln und Ergebnisse kritisch zu würdigen.
WARUM BRAUCHT ES NEUE LEHRMETHODEN IN DER ENTREPRENEURSHIP EDUCATION FÜR DIE KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT?
Durch die Vielfalt neuer Möglichkeiten ist es Unternehmen, Teams oder auch Individuen möglich, neue Wege und innovative Geschäftsideen zu entwickeln. Um eine zukunftsträchtige unternehmerische Kompetenz aufzubauen und die Gründungsabsicht Studierender positiv zu beeinflussen ist es nötig, bisherige Lehrkonzepte neu zu denken.
WELCHE FAKTOREN SPIELEN DABEI NOCH EINE ROLLE?
Wir sehen, dass eine Forschungslücke in der Verbesserung der Lehrpraxis besteht – genauer durch Inhalte, die Vermittlungsweise und Ausbildung der Dozenten als auch durch die Studierenden selbst. Dabei zeigt sich, dass ein barrierefreier Zugang zu neuen Lehrmethoden und KI, sowie ein Netzwerk hochschulübergreifender Daten und Projekte unerlässlich ist. Wir betrachten die Creative Industries dabei als wichtiges Forschungsfeld, da menschliche Kreativität bisher nicht durch KI ersetzt werden kann.
iuh – Institut für Unternehmerisches Handeln
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